Architektur

Ein Multi-Agenten-System, das an der Freigabe anhält

Mehrere spezialisierte KI-Agenten mit Werkzeugzugriff auf die Akte, Retrieval-Augmented Generation mit Quellenangabe, mandantengetrennte Indizes und eine Freigabeschicht, die jede Änderung an Mandant, Akte, Termin, Frist und Rechnung an einen Menschen bindet.

  • Orchestrierung

    Spezialisierte Agenten, ein Datenraum

    Empfang, Terminplanung, Aktenarbeit und Fristenkontrolle sind eigene Agenten mit eigenem Werkzeugkasten. Übergeben wird nicht per Chat-Bus, sondern über den gemeinsamen Stand von Mandant und Akte: Was der Empfang anlegt, ist für die Terminplanung Kontext.

  • Human-in-the-Loop

    Signierte Werkzeug-Freigaben

    Lesende Werkzeuge laufen frei. Jeder Werkzeugaufruf im Arbeitsbereich, der Mandant, Akte, Termin, Frist oder Rechnung ändert, geht als Vorschlag mit signiertem Token an die Oberfläche und wird serverseitig geprüft, bevor er ausgeführt wird. Fehlt das Signaturgeheimnis, verweigert der Chat den Dienst statt ungeprüft zu schreiben. Entwürfe für Schreiben und Schriftsätze entstehen ohne Karte im Editor und landen nicht im Tresor.

  • RAG

    Antworten mit Fundstelle

    Dokumente, Notizen, Termine und Fristen einer Akte liegen als Vektorindex in Postgres (pgvector). Antworten nennen die Fundstelle, mit Seite wenn das PDF sie hergibt. Aus demselben Aktenkontext zieht Juna Parteidaten und Termine für Klageentwürfe und Schriftsätze. Gescannte PDFs gehen optional durch OCR; fehlgeschlagene Indizierungen lassen sich nachziehen.

  • Long Context

    Ganze Dokumente statt Schnipsel

    Angehängte Dateien gehen vollständig in den Kontext, rund 80 Seiten je Nachricht, mit Seitenmarken; was darüber hinausgeht, liest Juna per Werkzeug nach und meldet, was offen bleibt. Jede Datei bleibt an der Nachricht, mit der sie kam, sodass eine Folgefrage mit demselben Anfang beginnt und aus dem Prompt-Cache bedient wird.

  • Rechtsquellen

    Gesetz und Rechtsprechung als Werkzeug

    Bundesgesetze und Entscheidungen von BAG und BGH liegen in einem eigenen Schema in Postgres, mit Norm-für-Norm-Abruf, Volltext- und Vektorsuche, für die Anwendung nur lesbar. Juna sucht und liest Normen und Entscheidungen über Werkzeuge; jede wird eine Quelle mit amtlichem Link, und eine Fundstelle in der Antwort, die keine gelesene Quelle trägt, wird markiert.

  • Verifikation

    Nachgerechnet und gegengeprüft

    Fristen rechnet ein deterministischer Fristenrechner (§§ 187 ff. BGB, § 222 ZPO, Feiertage nach Bundesland) mit Rechenweg; ein Datum ohne Rechnung wird nach der Antwort nachgerechnet. Zitierte Normen werden mit ihrem Wortlaut abgeglichen, die Tatsachen eines Entwurfs mit den Unterlagen, bei langen Akten in Teilen. Das Ergebnis steht unter der Antwort.

  • Voice

    Sprachagent in Echtzeit

    Ein Telefonagent nimmt Anrufe unter der Kanzleinummer an, führt das Gespräch und bucht Termine. Transkript und Protokoll liegen am Mandanten, sobald Sie die Anfrage annehmen.

  • Isolation

    Mandantentrennung als Invariante

    Jede Abfrage ist auf Kanzlei und Akte gepinnt, im Akten-Chat sind Schreibzugriffe auf genau diese Akte geklammert. Eine Invarianten-Suite prüft Scope-Pinning, Rollen-Gating und Kanzleitrennung. Sie läuft gegen eine echte Datenbank, nicht gegen Mocks.

  • Compliance

    DSGVO, EU-Betrieb, Freigabe

    Workspace und Datenhaltung in der EU. Juna liest Akten und Dokumente so, wie sie sind; Mandanten, Akten, Termine und Fristen ändert sie erst nach Ihrer Freigabe, und die Freigabekarte zeigt genau, was geschrieben wird. Im Chat hochgeladene Dateien verfallen automatisch.

Architekturüberblick, Sicherheitsdokumentation und offene Punkte legen wir im Gespräch vollständig vor, auch das, was noch nicht abgesichert ist.

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